Weitere Seiten
Alle Seiten im MENU
Mit 4.500 Betrieben und mehr als 25.000 Beschäftigten ist die IT-Branche ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft in Bonn/Rhein-Sieg. Wie erfolgreich aber ist die Region bei der Digitalisierung in verschiedenen Schlüsselkategorien im bundesweiten Vergleich? Und schöpft sie ihr unbestrittenes Potenzial derzeit voll aus? Diesen Fragen ist die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg in einer Studie, die im März 2026 veröffentlicht wurde, nachgegangen. Mithilfe des Konzepts der „Smart-Region“ hat sie dabei die Potenziale digitaler Technologien in unterschiedlichen Bereichen wie Bildung, Energie oder Kommunikation in der Region untersucht.
„Die einzigartige Kombination aus Bundesinstitutionen, Dax-Konzernen, einem starken Mittelstand und herausragenden Bildungseinrichtungen in unserer Region ist auch für die Wirtschaft ein echtes Pfund“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille. „Mit einer besseren Vernetzung und mehr Zusammenarbeit, insbesondere zwischen Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft, können wir aus diesen Stärken aber noch mehr machen. Die neue Publikation liefert dafür Ansatzpunkte.“
So zeigt die Untersuchung, dass die Kommunen in der Region zwar eine ganze Reihe von digitalen Plattformen betreiben, diese bislang jedoch in der Regel nicht miteinander vernetzt sind. Unterschiedliche Datenmodelle und Zugriffsprotokolle erschweren Austausch und Zusammenarbeit. „Für Unternehmen ist es derzeit fast unmöglich, diese Daten für eigene Geschäftsideen zu nutzen“, sagt Prof. Dr. Michael Rademacher vom Institut für Sicherheitsforschung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. „Um langfristig und möglichst einfach zusammenarbeiten zu können, sollte ein regional abgestimmtes Datenrahmenwerk auf Basis offener Standards genutzt werden.“
Große Unterschiede gibt es in der Region indes bei der Versorgung mit Glasfaser-Anschlüssen. So sind laut Gigabit-Grundbuch mehr als 80 Prozent der Unternehmen in Bornheim und Windeck direkt an ein Glasfaser-Netz angeschlossen. Demgegenüber erreichen fünf der insgesamt 20 Kommunen aus dem IHK-Bezirk, darunter Bonn und Siegburg, nur eine Abdeckung von weniger als 20 Prozent.
Allerdings können mit älteren Technologien, etwa Koaxialkabeln oder Vectoring, für heutige Anwendungen häufig noch ausreichende Datenübertragungsraten erzielt werden. „Für eine Zukunft mit steigender Nachfrage nach möglichst schnellen Datentransfers ist jedoch eine möglichst umfassende Versorgung mit Glasfaseranschlüssen ein sehr wichtiger Faktor“, sagt Prof. Dr. Rademacher. Um den Glasfaserausbau in der Region zu beschleunigen, so Rademacher, sollten Leerrohre, wann immer möglich, mit verlegt und entsprechende Förderprogramme genutzt werden.
Demgegenüber überzeugt Bonn beim 5G-Mobilfunk mit einer nahezu flächendeckenden Verbreitung. Der Rhein-Sieg-Kreis erreicht eine 96-prozentige Abdeckung.
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg hat eine Broschüre zu den regionalen Netzwerken der Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) veröffentlicht. „Bonn/Rhein-Sieg kann mit einer starken ITK-Netzwerkstruktur aus Unternehmen, Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen punkten. Im Bereich der Cyber-Sicherheit sind wir sogar deutschlandweit einzigartig“, sagt Tobias Hövelborn, Vorsitzender des ITK-Ausschusses der IHK Bonn/Rhein-Sieg.
Unternehmensnetzwerke sind für die Entwicklung eines Wirtschaftsstandorts sehr wichtig. Rund 40 von ihnen werden in der Broschüre „Starke ITK-Netzwerke mit Potential“ vorgestellt. „Das ist eine sehr gute Basis für die weitere Entwicklung der dynamischen ITK-Branche vor Ort. Netzwerke sind ein nützliches Investment – für das einzelne Unternehmen genauso wie für die Wirtschaft in der Region“, unterstreicht der stellvertretende ITK-Ausschussvorsitzende Stephan Wirtz.
Auf 28 Seiten werden Erfolg und Potenzial bestehender ITK-Netzwerke wie etwa der Digital Hub oder das Cyber Security Cluster in Bonn analysiert und wichtige regionale Institutionen, Verbände und Einrichtungen als potenzielle Netzwerkpartner vorgestellt. Ziel der Broschüre ist auch, Unternehmen für ein Engagement in der Community zu gewinnen und damit den ITK-Standort Bonn/Rhein-Sieg weiterzuentwickeln.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg hat am 09.09.2021 im Rahmen eines Pressegespräches mit Vizepräsident Dr. Jörg Haas und dem Vorsitzenden des ITK-Ausschusses, Tobis Hövelborn, ihr Standortpapier zur ITK-Region Bonn/Rhein-Sieg veröffentlicht. Mit fast neun Prozent aller IHK-Mitgliedsunternehmen und einem Anteil von zwölf Prozent an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gehört die ITK-Branche zu den wirtschaftlichen Zugpferden der Region. Unsere Region ist ein starker ITK-Standort und hat in den vergangenen fünf Jahren ein gutes Wachstum verzeichnet. Trotzdem hat unser Standort auch Schwächen wie z. B in der sichtbaren Selbstvermarktung des ITK-Standortes oder der flächendeckenden zukunftsfähigen Vernetzung. Er steht vor einigen Herausforderungen unter anderem in den Bereichen Fachkräfte und bezahlbarem Wohnraum.
Deshalb hat die IHK in Zusammenarbeit mit ITK-Unternehmen der Region Schwachpunkte herausgearbeitet und eine ITK-Agenda 2030 entwickelt. Diese Agenda soll der Maßstab für das Handeln von Politik und Verwaltung in den kommenden Jahren sein und aufzeigen was aus Sicht der Wirtschaft für eine erfolgreiche ITK-Region zu tun ist. Neben einer flächendeckenden Breitbandinfrastruktur, die datenintensive Anwendungen wie automatisiertes Fahren bzw. eine smarte Region überhaupt zulässt, sind vor allem die Attraktivität des Standortes für Fachkräfte und ihre Ausbildung in ausreichender Zahl sowie bezahlbarer Wohnraum und nachhaltige Mobilitätskonzepte wichtige Zukunftsthemen für den Standort. Die kostenfreie Broschüre kann hier heruntergeladen werden.
Download IHK Broschüre ITK-Standort Bonn/Rhein-Sieg (PDF - 9,22 MB)
Alle Seiten im MENU